Wiebke Knell (FDP) besucht Sägewerk Hartmann in Eiterfeld

Laubholz als Garant für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

Am 20. Mai 2022 besuchte Wiebke Knell, FDP-Abgeordnete im Hessischen Landtag und Sprecherin für den Ländlichen Raum, Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das Sägewerk der Hartmann GmbH in Eiterfeld. Bei einer Führung durch den laubholzverarbeitenden Betrieb konnte Geschäftsführer Uwe Hartmann die Politikerin von der ressourcenschonenden Verarbeitung des heimischen Rohstoffs überzeugen und auf akute Probleme aufmerksam machen. Im Anschluss diskutierten die Anwesenden, darunter Julia Möbus, Geschäftsführerin des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e.V. (DeSH), über die Zukunft der Holzwirtschaft.

„Mit der Verarbeitung heimischen Laubholzes blickt unser seit 130 Jahren bestehender Familienbetrieb auf eine lange Tradition zurück und mit sorgenvollem Blick in die Zukunft. Dabei lassen sich mit dem Rohstoff weitreichende Potenziale erschließen, unsere Wirtschaft und Gesellschaft auf erneuerbare Ressourcen umzustellen“, erklärt Uwe Hartmann beim Rundgang über das Betriebsgelände. „Mit Holz vermeiden wir fossile Rohstoffe in unterschiedlichsten Bereichen und sparen nicht nur Emissionen, sondern machen aus den Produkten aktive CO2-Speicher.“ In dem Sägewerk werden neben Buchen und Eichen auch seltenere Sortimente wie Esche und Ahorn eingeschnitten. Dabei bezieht das Unternehmen den benötigten Rohstoff direkt aus der Umgebung. Wiebke Knell erklärt dazu: „Die Klimadebatte wird in Berlin und Wiesbaden intensiv geführt, leider nicht immer mit dem nötigen Sachverstand. Dem Wald und der Holzwirtschaft kommt eine zentrale Bedeutung zu, denn mit heimischem Holz können wir nicht nur unsere Versorgung in Krisen- und Kriegszeiten sicherstellen, die Nutzung von Holz ist auch ein elementarer Bestandteil einer klugen Klimastrategie. Wenn in der Bauwirtschaft, im Möbelbereich oder beim Kinderspielzeug CO2-intensive Kunststoffe, Beton oder Stahl durch Holz ersetzt werden kann, dann sollten wir das tun, um CO2 zu sparen und regionale Wertschöpfung zu unterstützen. An der Holzverarbeitung hängt besonders in den ländlichen Regionen wie der Rhön sehr viel dran. Es geht um Sägewerke, aber auch um Schreiner, Küchenbauer, den Holzhandel, das Baugewerbe oder die Papierhersteller. Das alles sind Branchen, die in der Region stark vertreten sind.“

Versorgungslage bedroht Laubholzindustrie

Eigentlich bieten sich am Standort im Osten von Hessen ideale Bedingungen: „Laubholz ist in den hiesigen Wäldern verfügbar, jedoch stehen wir, wie auch andere Laubholzsägewerke, vor akuten Versorgungsproblemen. Zum einen forciert sowohl die Landes-, als auch die Bundespolitik großflächige Nutzungseinschränkungen in Laubwaldbeständen, zum anderen werden große Mengen unverarbeiteten Stammholzes direkt aus dem Wald nach Übersee exportiert“, erörterte der Geschäftsführer die Problemlage. Mit dem Umbau zu klimastabilen Mischwäldern steigt der Laubbaumanteil in Deutschland kontinuierlich an. Um die daraus erwachsenen Möglichkeiten langfristig auszuschöpfen, ist aber ein Umsteuern in Richtung Holzverwendung nötig.

Klimaschutz nur durch Wald und Holz möglich

„Auf der Suche nach Antworten auf die Klimakrise ist der Wald als CO2-Speicher in den Fokus von Politik und Gesellschaft gerückt. Eine einseitige Betrachtung des Waldes verkennt jedoch die Bedeutung der Holznutzung für Klimaschutz, Biodiversität und Wertschöpfung. Damit auch zukünftig nachhaltige und klimafreundliche Holzprodukte aus regionalen Quellen zur Verfügung stehen, ist eine aktive Waldbewirtschaftung und die Stärkung der heimischen Holzindustrie unabdingbar“, ergänzte Möbus in der späteren Diskussion. Knell fordert beim Thema Flächenstilllegungen ein Umdenken. „Wir sprechen über Zeitenwende, aber in der Land-und Forstpolitik ist das notwendige Umdenken noch nicht angekommen. Es werden Ressourcen vergeudet, die wir dringend benötigen. Wir werden uns in Wiesbaden dafür einsetzen, dass die Potentiale unserer heimischen Land- und Forstwirtschaft auch wirklich genutzt werden, statt mit immer neuen Erlassen die Lage noch schwieriger zu machen, so Knell abschließend.“

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Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 400 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht die Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.